
120 x 120, Kohle, Öl auf Leinwand








Jeannette Bakić
Nichtschwimmen
2025
Kohleskizzen bilden den Ausgangspunkt des Prozesses, der durch eine ständige Suche geprägt ist. Am Ende steht eine Momentaufnahme eines inneren Vorgangs. Dazwischen überlagern sich Formen, abgetragene Flächen, lasierende Farbschichten und Linien. Menschliche Figuren lassen sich manchmal erahnen, Verborgenes wird angedeutet, Beziehungen entstehen. Durch das Drehen der Bilder finden sich neue Wege und Sichtweisen. Es geht um das Sich-Einlassen, mehr als darum, einem Ziel zu folgen. Irgendwo entlang dieses Prozesses entsteht etwas, bildet sich ein Thema.
Aus der Perspektive unserer schnelllebigen Gegenwart mag dieses Vorgehen langwierig, fast anachronistisch wirken. Und doch handelt sie dabei stets aus dem Gefühl einer evolutionären, schöpferischen Notwendigkeit heraus – als folge sie einem Prozess, der sich nicht beschleunigen lässt, ohne seine Substanz zu verlieren.
Der Zyklus „nichtschwimmen“ bringt diese Haltung am treffendsten auf den Punkt: sich treiben und tragen lassen, sich Zeit nehmen, nach links und rechts zu schauen und zu entdecken – anstatt zielgerichtet auf ein Ufer zuzusteuern.
