
Tina Schwarz
Der Werdegang der 1977 in Friedberg geborenen und in Köln lebenden Künstlerin Tina Schwarz ist nicht gradlinig. Tanz in Arnhem, Bildende Kunst und Film in Maastricht, visuelle Kommunikation in Düsseldorf.
Es ist also nicht überraschend, dass sich ihre Arbeit auch immer mit dem Körper in Bewegung befasst. Im Speziellen damit, wie Emotionen die Art und Weise beeinflussen, wie sich ein Mensch in einem bestimmten Raum bewegt und verändert, und wie ebenjene Umgebung (u. a. Menschen) oder ein Raum darauf reagiert.
Von Verwandlungen zu erzählen, heißt unter anderem, über die Erfahrung der Zeit zu sprechen. Als aufmerksame Zeitgenossin hat die Künstlerin die Veränderungen in der Gesellschaft in den letzten Jahren natürlich bewusst wahrgenommen und reflektiert. All diese Umbrüche im öffentlichen und privaten Leben stellt Schwarz auf metaphorische Weise in ihren Gemälden dar. Ihre Figuren sind ins Wanken geraten, da Sicherheiten weggebrochen sind und auf die Fundamente des Zusammenlebens kein Verlass mehr ist. Standfestigkeit scheint nur mehr mit technischen Hilfsmitteln möglich zu sein und das Halten und Stützen des Anderen wird zum Balanceakt.
Roman Grabner, Kurator
